Krankenkassen sollen Jahresabschlüsse offenlegen Die Bundesregierung will nicht mehr nur für einen gestärkten Wettbewerb zwischen der
privaten Krankenversicherung
und den gesetzlichen Krankenkassen, sondern nun auch für mehr Transparenz unter den Kassen sorgen. So sehen Änderungsanträge der Koalitionsfraktion vor, dass die gesetzlichen Krankenkassen künftig ihre Jahresabschlüsse der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen sollen. Damit ist für Verbraucher besser einsehbar, welche Krankenkassen wirtschaftlich beziehungsweise unwirtschaftlich arbeiten, um daraufhin eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Als weiteres Ziel erhofft man sich, eine wohnortnahe ärztliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Bereits die, erstmals 2009 eingeführten und inzwischen von vielen Krankenkassen erhobenen, Zusatzbeiträge werden, wegen des verzerrenden Wettbewerbs, von Experten seit langem stark kritisiert. Diese Beiträge können Krankenkassen erheben, wenn sie mit den aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Mitteln nicht auskommen. Die Datenveröffentlichung zur Mitgliederentwicklung, zu den Ausgaben und Einnahmen der Krankenkassen, soll diesen Szenario entgegen wirken und so zu mehr Wettbewerb sowie
einer besseren Transparenz hinsichtlich der Kosten-Leistungs-Struktur sorgen.
Ab 2014 sollen die Pläne der CDU/CSU und FDP in die Tat umgesetzt werden und die
Veröffentlichung der Daten auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes erfolgen. Sind die Daten zur Versicherungsstruktur, Vermögenssituation und zu den Gesundheitsausgaben erst einmal für Alle im Internet einsehbar, erhofft man sich ein besseres wirtschaftliches Verhalten der gesetzlichen Krankenkassen.
Bereits am 23. September findet eine Debatte zum Versorgungsstrukturgesetz im Bundestag statt. Dabei soll besonders die Situation in den ländlichen Gebieten diskutiert werden. Gerade
in diesen Gegenden ist die Bevölkerung von einer Unterversorgung mit ärztlichen Leistungen bedroht. Die Bundesregierung will diesbezüglich eine Maßnahmenbündel vorstellen, welches eine gute ärztliche Versorgung auch in derzeit noch unterversorgten Gebieten gewährleistet.
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